Partnerpraxis der Charité

Was tun bei…?


Harnblasenschmerzen


Blasenschmerzen können sowohl bei leerer als auch bei voller Blase auftreten. Im ersten Fall besteht meist eine Blasenentzündung (Harnwegsinfektion), wobei die Schmerzen typischerweise während oder nach dem Wasserlassen auftreten und durch die Reizung der Blasenwand entstehen. Dabei besteht ein starker Harndrang und häufiges Wasserlassen. Im zweiten Fall entstehen die Blasenschmerzen dagegen durch eine schmerzhafte Überdehnung der Blasenwand, was meist durch einen Harnverhalt, also die Unfähigkeit, die Blase zu entleeren, bedingt ist. Die häufigste Ursache für einen Harnverhalt ist die gutartige Prostatavergrößerung, als weitere Ursachen kommen Harnröhrenengen, Tumoren und neurologische Erkrankungen in Frage.

Beschwerden beim Wasserlassen werden als Blasenentleerungsstörungen bezeichnet und können durch Erkrankungen nicht nur der Harnblase, sondern auch anderer Organe, durch Streß oder psychische Erkrankungen ausgelöst werden. Die Abklärung erfolgt durch die Urinuntersuchung, den Ultraschall und die Harnblasenspiegelung (Zystoskopie). Im Einzelfall sind Röntgenuntersuchungen, Funktionsmessungen der Harnblase (Urodynamik) und Probenentnahmen aus der Harnblasenschleimhaut im Rahmen einer Operation erforderlich.
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